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Namensrecht

Namensrecht Während manche Paare es mit der Tradition halten und den Namen des Mannes zum Ehenamen wählen, haben andere darüber hitzige Diskussionen. Hier die wichtigsten Regeln:

· Die Ehepartner wählen einen gemeinsamen Ehenamen, einer der beiden Partner nimmt den Namen des anderen an. Dieser Ehename kann auch ein Doppelname sein, wenn ein Partner diesen vor der Ehe trug. Während der Ehe geborene Kinder tragen als Familiennamen den Ehenamen.

· Der Partner, dessen Name nicht gewählt wurde, kann seinen Namen dem Ehenamen mit Bindestrich vor- oder nachstellen. Während der Ehe geborene Kinder erhalten nur den Ehenamen.

· Sollten die Ehepartner keinen Ehenamen festlegen, behalten beide ihren bisherigen Namen; eine Entscheidung für einen gemeinsamen Ehenamen kann auch nach Eheschließung nachgeholt werden. Für in der Ehe geborene Kinder muß zur standesamtlichen Anmeldung des ersten Kindes einer der Namen der Ehepartner festgelegt werden; diese Entscheidung ist bindend für alle folgenden Kinder.

· Der Ehename darf maximal aus zwei Einzelnamen bestehen. Dies muß berücksichtigt werden, falls ein Partner zuvor einen Doppelnamen trug. Bei Namenskombinationen kann also nur ein Name des Doppelnamens verwendet werden. Ein Sonderfall sind mehrgliedrige Namen, wie beispielsweise „Meyer zu Sowieso”, die historischen Ursprung haben. Diese werden wie ein Name angesehen. Eine mögliche Kombination wäre dann „Frau Schulze-Meyer zu Sowieso”.

· Im Falle einer erneuten Heirat nach einer Scheidung können Sie Ihren alten Ehenamen, der möglicherweise der des Ex-Partners war, zum Ehenamen bestimmen.

· Bei zufälliger Namensgleichheit vor der Ehe entfällt die Wahlmöglichkeit für einen Begleitnamen, wie z.B. „Frau Müller-Müller”.

Bei Ehen mit einen ausländischen Partner kann auch das ausländische Namensrecht zum Tragen kommen. In diesem Fall informieren Sie sich bitte bei Ihrem zuständigen Standesamt.

Bei offenen Fragen wird Ihnen Ihr Standesamt gerne weiterhelfen.